SCHRÖPFEN

Schröpfen gehört zu den weltweit ältesten Therapiemethoden
überhaupt. Während man dafür ursprünglich Bambus oder
Kuhhörner einsetzte, verwendet man heute Schröpfköpfe aus
Glas.
 
Durch kurzes erhitzen der Innenseite des Glases kommt es
zu einem Unterdruck und der Schröpfkopf kann sich auf der Haut
festsaugen. Das darunter liegende Gewebe wie Muskeln,
Sehnen, Bänder wird tagelang vermehrt durchblutet, die
Strukturen gelockert und entspannt.
Die Schröpftechnik wird nicht nur zur Entspannung der
Muskeln eingesetzt. Schröpfen aktiviert die Reflexzonen am
Rücken, die in enger Beziehung zu inneren Organen stehen und diese beeinflussen. Durch den gesetzten Reiz wird das
Bindegewebe verstärkt durchblutet und die Organtätigkeit der korrespondierenden Organe angeregt.
Beim Schröpfen kommen verschiedene Techniken zum Einsatz.
Die bekannteste ist das trockene/unblutige Schröpfen. Hier bleibt der Schröpfkopf für einige Minuten (je nach Indikation) an der gleichen Stelle.
Bei der Schröpfkopfmassage dagegen verwendet man eine kleine Menge Öl und kann so den Schröpfkopf über den Rücken verschieben. Bei dieser sehr wohltuenden Technik werden auch tiefer liegende Gewebsschichten erreicht, tief sitzende Verspannungen gelöst und der Stoffwechsel angeregt.
Die dritte Technik des Schröpfens ist das blutige Schröpfen bei dem die Haut eingeritzt oder gestichelt wird.
In meiner Praxis wende ich nur das unblutige Schröpfen und die Schröpfkopfmassage an.
Die Einsatzgebiete des Schröpfens sind sehr vielfältig:
Erkrankungen der inneren Organe wie Verdauungsbeschwerden oder Lungenerkrankung.
Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Verspannungen und Rückenschmerzen.
Chronische Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Migräne, Asthma, Arthritis.
Menstruationsschmerzen,
Erkältung...